Die Prinz-Albert-Gesellschaft e.V.

Die Prinz-Albert-Gesellschaft hat die Aufgabe, Forschungen über wissenschaftliche, kulturelle und politische Aspekte der deutsch-britischen Beziehungen zu fördern, und erinnert mit ihrem Namen an ein Briten und Deutschen gemeinsames Erbe, das verbunden ist mit dem Leben und Wirken von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861), dem Gemahl Königin Victorias. Prinz Albert war ein überzeugter Anhänger des Konstitutionalismus und versuchte, liberale Verfassungsideen und deutsches Einheitsstreben im Rahmen dereuropäischen Ordnung vereinbar zu machen. Sein Anliegen war, jenseits nationaler Grenzen persönlichen und sozialen Rechten Anerkennung zu verschaffen, wozu er europaweit öffentliche Unterstützung fand. In der deutsch-britischen Kooperation sah er die beste Garantie für Recht und Frieden in ganz Europa, was wiederum die internationale Verständigung befördern werde. Er glaubte, daß die Nationen Europas auf diese Weise am besten den Anforderungen einer industriell geprägten Massengesellschaftgerecht würden. Seine Vorstellungen von Veränderung und Erneuerung waren für seine Zeit sehr fortschrittlich und entsprachen seinen modernen Ansichten von kulturellen und sozialen Fragen. Hierin bestand Alberts Beitrag für das Großbritannien des 19. Jahrhundert.

Eine ausführliche Darstellung der Prinz-Albert-Gesellschaft in der Presse finden Sie in "Spektrum", der Zeitschrift der Universität Bayreuth, Ausgabe 01/2006: Beitrag anzeigen (pdf-Datei, 165 KB).

Geschichte

Die Prinz-Albert-Gesellschaft wurde am 7. März 1981 durch die Universität Bayreuth und die Stadt Coburg gegründet. Der erste Vorsitzende der Gesellschaft war Professor Dr. Kurt Kluxen (Universität Erlangen), dem im Jahr 1982 Professor Dr. Adolf M. Birke (Direktor des Deutschen Historischen Instituts London, Professor an der Universität Bayreuth und an der Ludwig-Maximilians-Universität München) nachfolgte. Von 1995 bis 12. September 2008 hatte Prof. Dr. Franz Bosbach den Vorsitz inne, der zu diesem Zeitpunkt als Prorektor an die Universität Duisburg-Essen berufen wurde. Ihm folgte Prof. Dr. Dieter Weiß, der nach seinem Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität München nach dreijähriger Amtszeit von Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll (Chemnitz) abgelöst wurde. Die Prinz-Albert-Gesellschaft hat ihren Sitz in der Stadt Coburg, der ehemaligen Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha und der Heimatstadt von Prinz Albert; in der Nähe von Coburg liegt der Geburtsort Alberts, das Schloß Rosenau. Patron der Gesellschaft ist Seine Königliche Hoheit, der Herzog von Edinburgh.


Copyright: Technische Universität Chemnitz (Impressum), Design: Universität Bayreuth (Impressum)